Therapie
Die Therapie fußt auf 3 verschiedenen Optionen.
o Medikamente
o Operation
o Bestrahlung
Primäres Ziel der Akromegalie ist operative Entfernung des Mikro- oder Makroadenoms. Bei initial auch nicht komplett zu entfernenden Makroadenomen kann hier auch eine Teilresektion (Debulking) durchgeführt werden, um den Wachstumshormonexzess zu reduzieren. Die Operation erfolgt durch einen Zugang durch ein Nasenloch oder auch unterhalb der Lippe. In seltenen Fällen muss seitlich der Stirn der Zugang gewählt werden. Neuere Therapieverfahren mit einer kernspintomographischen Kontrolle während der Operation als auch durch eine Wachstumshormonbestimmung während der Operation haben zu einer deutlichen Besserung der Operationsergebnisse geführt. Beim Makroadenom sind gelegentlich mehrere Operationen erforderlich bzw. möglich.
Ob eine vor der Operation zu injizierende medikamentöse Therapie sinnvoll ist, ist derzeit Gegenstand der Diskussion. Hier stehen Medikamente wie Dopaminagonisten (Bromocriptin oder Cabergolin) zur Verfügung. Somatostatinanaloga wie Octreotid (Sandostatin) oder Landreotid (Somatuline) sind hier seit Jahren potente Mittel, die die Wachstumshormonausschüttung hemmen und somit auch den IGF1-Spiegel. Zudem können sie den Tumor verkleinern. Das derzeit wirksamste Medikament ist der Wachstumshormonrezeptor-Antagonist Pegvisomant (Somavert). Dieser muss täglich injiziert werden und kann nach Studienlage in 98% den hierfür relevanten IGF1-Spiegel normalisieren. Es schaltet zudem die Wirkung des Wachstumshormons aus. Die Somatostatinanaloga sind als Depotpräparat verfügbar und können alle 4-12 Wochen injiziert werden (wahlweise intramuskulär oder subkutan).
Als weitere Therapieoption ist eine gezielte Bestrahlung (stereotaktische Bestrahlung) der Hirnanhangsdrüse möglich. Diese ist auf kleine Resttumore beschränkt. Die Wirkung tritt hier nicht sofort ein. Zudem können gesunde Hirnanhangsdrüsenfunktionen in Mitleidenschaft gezogen werden. Computertomographisch bzw. kernspintomographisch ausgemessene Regionen haben hier die gezielte Projektion auf den Resttumor in den letzten Jahren deutlich gebessert.
